Müssen wir eine Anzeige machen?

Wenn der Kindesschutz nicht gewährleistet ist oder Minderjährige Gewalt erleben, stellt sich der Schule die Frage, ob eine Gefährdungsmeldung an die KESB oder eine Anzeige bei der Polizei erfolgen muss oder soll, oder ob aus guten Gründen noch zugewartet werden soll.

Wer im Thurgau in Ausübung seiner amtlichen Tätigkeit (also auch als Lehrkraft) von einer schweren Gefährdung des Kindeswohls erfährt, ist zur Meldung an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde verpflichtet (§47, Abs. 2 EG ZGB).

Die „interdisziplinäre Fachgruppe Kindsmisshandlungen“, erreichbar unter Dr. Christoph Stüssi, Kinderklinik Münsterlingen, kann auf Grund anonymer Fallschilderung von der Anzeigepflicht entbinden, wenn andere Vorgehensweisen dem Schutz des Kindes Rechnung tragen. Wir verweisen auf den „Leitfaden zur Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den Vormundschaftsbehörden bei Kindern und Jugendlichen in Gefährdungssituationen.“

In vielen Fällen macht es Sinn, dem betroffenen Kind oder Jugendlichen zuerst eine Beratung anzubieten, um es über die weiteren Schritte und die Möglichkeiten zu informieren, so dass ihre oder seine Sorgen und Wünsche einbezogen werden können. – Wir können Sie bei der Planung der nächsten Schritte unterstützen.

Erreichbarkeit

Unsere Telefonzeiten:
Montag bis Donnerstag: 08.30 – 12.00 Uhr / 13.30 – 17.00 Uhr
Freitag: 08.30 – 12.00 Uhr / 13.30 – 16.00 Uhr

Bitte beachten:
Wir rufen manchmal mit einer unterdrückten Nummer zurück.
Die Nummer für Kinder/Jugendliche wird nachts und am Wochenende direkt in die Kinderklinik Münsterlingen umgeleitet.

E-Mail

Im Notfall, 24-Stunden

Polizei Tel. Nr. 117
Dargebotene Hand Tel. 143
Frauenhaus Winterthur 052 213 08 78
Kinderklinik Münsterlingen 071 686 11 11
Kinder- und Jugendnotruf Tel. 147